Fortgeschritten

Jetzt gehöre ich schon zu den fortgeschrittenen Näherinnen, zumindest im neuen Nähkurs bei Rebecca. Nachdem wir im Anfängerkurs einen schönen Rock gemacht haben, wage ich mich diesmal an ein (einfaches) Kleid heran. In 4 Einheiten will uns Rebecca beibringen, wie man das macht.

Und das ist mein Ziel: Burda Sommerkleid A-Linie

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Quelle

Als Stoff habe ich mir IKEA Janette ausgesucht, mit einem Muster, das hoffentlich kleine Nähfehler kaschiert…

JANETTE Meterware IKEA
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Es nimmt Gestalt an

Maschine und Gaspedal laufen wieder, wie geschmiert sozusagen. Jetzt gehts endlich weiter mit meinem Sorbetto Top. Mein erster Arbeitsschritt sind seitliche Abnäher, zuerst wird gesteckt, dann genäht und gebügelt. Eine gute Anleitung dazu gibt es im Coletterie Blog.

Als nächstes ist die Falte auf der Vorderseite dran.  Das schwierigste ist es, die Markierung von der Innenseite des Stoffes zu übertragen, anschließend muss nur einmal von oben nach unten genäht werden. Danach wird die Falte auseinander gebügelt. Wie ich auf einigen Fotos von fertigen Sorbetto Tops gesehen habe, kann man die Falte auch gut variieren, in dem man sie z.B. unten offen lässt oder die Falte nach innen macht oder ganz weglässt.

Schulter- und Seitennähte werden geschlossen und auseinander gebügelt. Die Freude ist groß, das Teil sieht nun schon aus wie ein richtiges Top! Die erste Anprobe hat leider ergeben, dass die Armlöcher etwas zu weit waren. Ich habe das Top einfach seitlich unter den Armlöchern etwas enger genäht – ohne die gesamte Naht wieder aufzutrennen. War mir nicht sicher, ob das funktioniert, fällt aber meiner Meinung nicht weiter auf.

Jetzt wirds nochmal spannend: Mit Schrägband hab ich noch nie gearbeitet. Aber auch dazu gibt es ein gutes Tutorial im Coletterie Blog. Halsausschnitt und Armlöcher werden eingefasst. Jetzt fehlt nur noch der Saum…

Nähpause

Ich musste eine kleine Zwangsnähpause einlegen. Nach den ersten Nähten hat mein „Fußanlasser“, oder wie es es nenne „Gaspedal“, den Geist aufgegeben. Es ist gar nicht so leicht, eine Firma zu finden, die solche Probleme lösen kann. Fündig wurde ich schließlich bei Kastl und Reiter. Dort hat man mir nahe gelegt, ein Service machen zu lassen, weil bei längerer Inaktivität der Maschine alles gereinigt und geölt werden sollte. Nach 10 Tagen und 138 Euro kanns nun wieder weitergehen.

Im übrigen versuche ich, etwas Ordung in meine Nähutensilien zu bringen. Jetzt landet erstmal alles in dieser wunderbaren Schuhschachtel. Wie schön, dass sich mein Schuhtick so gut mit meinem neuen Hobby kombinieren lässt.

Meine Nähmaschine

Darf ich vorstellen? Meine alte Nähmaschine. Hab jetzt mal ausgerechnet, dass ich sie vor ca. 20 Jahren bekommen habe…

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Nach Reinigung und Ölen gehts auch schon los. Klappt alles noch ganz gut.

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Zufällig war noch die Werbung von damals dabei. Ich glaub Nähen war auch vor 20 Jahren schon ziemlich hip ;-)

Step 2: Zuschnitt

Nachdem Vorder- und Rückenteil ausgeschnitten sind, werden sie entlang der Kante auf den Stoff gesteckt. Ich hab den Stoff nicht in der Mitte gefaltet, weil ich sonst zwei kleinere Stoffreste bekommen hätte. So hab ich ein großes Stück, mit dem ich vielleicht auch noch was machen kann.

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Fertig sieht das dann so aus:

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Dann wird entlang vom Papier ausgeschnitten. Nahtzugabe muss man hier nicht berücksichtigen, da sie schon im Schnittmuster inkludiert ist. Spannende Sache, das Zuschneiden – hab das Gefühl da kann man viel falsch machen. Ich finde das schaut aber ganz gut aus.

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Verschiedene Markierungen für Falten und Abnäher hab ich mit Schneiderkreide auf den Stoff übertragen. Und auch gekennzeichnet, um welches Teil es sich handelt.

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Schaut schon aus wie ein Top :-) Jetzt muss nur noch genäht werden…

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Step 1: Schnittmuster

Das Schnittmuster zum Sorbetto Top lädt man sich als pdf herunter. Anschließend ausdrucken, kontrollieren ob beim Druck keine Skalierung angewendet wurde, zuschneiden und zusammenkleben. Noch erinnert das alles viel mehr an Basteln als an Nähen.

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In der Anleitung befindet sich eine Tabelle mit Maßen und Kleidergrößen. Um die richtige Größe auszuwählen, muss man erstmal Maß nehmen: Brust, Taille und Hüfte. Die Werte in der Tabelle nachschlagen und Größe feststellen. Da es sich hier um ein amerikanisches Modell handelt, muss allerdings zwischen Zoll (inch) und Zentimeter umgerechnet werden.

Man könnte dann das Schnittmuster entlang der richtigen Linie (mit Größen gekennzeichnet) gleich ausschneiden. Ich habe transparentes Skizzenpapier verwendet und den Schnitt abgepaust. Mir war das Top etwas zu kurz, daher hab ich es einfach um 10cm verlängert. Ich hoffe das klappt dann auch…

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Anschließend das Schnittmuster ausschneiden, Nahtzugabe ist bei diesem Modell bereits enthalten. So schaut mein Vorderteil aus. Rückenteil folgt in Kürze und dann gehts ans Zuschneiden. Das wird noch spannend!

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Mein erstes eigenes Projekt

Da ich nicht bis zum Fortgeschrittenen Kurs warten mag, hab ich mir einen einfachen Schnitt gesucht und werde das nun ganz alleine probieren. Bei Colette hab ich tolle Schnittmuster entdeckt, die meisten trau ich mir alleine noch nicht zu. Dann hab ich einen sehr simplen und kostenlosen Schnitt entdeckt, das Sorbetto Top. Das erfreut sich außerdem sehr großer Beliebtheit und es gibt dazu zahlreiche Blogposts, Fotos, Anleitungen und Variationen in der Nähcommunity.

Der Schnitt wird einfach ausgedruckt und zusammengeklebt.

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Natürlich brauchte ich noch eine ganze Menge an Material. Ich hatte ja noch nicht mal Schere und Maßband. Also hab ich mich erstmal mit den Basics eingedeckt. Und anschließend bei Giraffenland einen süßen Stoff gekauft. Jetzt kanns losgehen…

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Erste Nähversuche

Ich wollte schon lange Nähen lernen. Leider war das früher nicht so cool und ich hab nie den richtigen Kurs für mich gefunden. Scheinbar erlebt das Nähen aber gerade einen Aufschwung (oder vielleicht hab ich in den letzten Jahren einfach etwas nicht mitbekommen). Naja, jedenfalls hab ich jetzt den perfekten Kurs für mich entdeckt.

Bei Leute machen Kleider hab ich bereits einen Anfängerkurs besucht und muss sagen: Es hat großen Spaß gemacht!

Unser erstes Projekt war ein einfacher Rock. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen und tragen lassen. Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr…

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